Ein Hühnersüppchen für die Seele…
Patrick und ich haben gerade mit Sammy eine Runde gedreht… Mir ist ein vier Tonnen schwerer Stein vom Herzen gefallen!
Vier Meter neben einem bellenden Hund (Aufregung) vorbei gelaufen - kein Ton! An einem Dreier-Rudel mit Bogen über eine kleine Wiese vorbei gelaufen - sehr aufgeregt, aber lautlos! Einem Dobermann ausgewichen und dann gemerkt, er geht ebenfalls in die Sackgasse
- Auf einer Wiese einen Kreis gelaufen und ihn überholen lassen - Kein Ton; nur ne Macke im Daumen, weil Sammy mittlerweile so aufgeregt war, dass er mir die Leckerchen aus der Hand gehackt hat!
Wir sind immernoch auf dem richtigen Weg und werden den Weg auch bis zum Ziel weiter verfolgen… So manche Krise im Leben mit einem “Problemhund” ist offensichtlich selbst gemacht. Vielleicht brauchte ich diesen “Rückschlag”, um die Fortschritte nicht als selbstverständlich anzusehen und unsere Etappensiege zu würdigen.
Everything’s fine fine fine!
Es geht uns allen wieder besser. Sammy hatte Magen-Darm, Mira hatte Donner
und Patrick hatte Arbeitsstress. Ich? Na, mir ging es natürlich bei den Sorgen meiner Lieben bestens
Nun hat Patrick Urlaub, Petrus hat aufgehört Gewitter zu schicken und Sammy führt nach mehreren Tagen Hähnchen+Reis sein Verdautes wieder “ordnungsgemäß” ab.
Die letzten Tage gab es bei uns nichts Spektakuläres und das ist auch gut so. Sammy kommt langsam wieder von seiner Wolke runter. Wir beschäftigen Sammy wieder ausschließlich durch Nasenarbeit und “normale” Spaziergänge und schauen zuversichtlich auf die nächsten Wochen! Heute waren wir zu einem Blitzbesuch (Hallo und Tschüss) bei meinem Opa im Garten. Angrenzend befinden sich große Felder und ein kleiner Park und wir haben den Garten als Startpunkt gewählt. Die Felder sind ja abgeerntet und mitten auf dem Feld war ein großer Haufen aufgetürmt. Was das wohl war?
Ich tippe auf Ziegen oder Schafe als ursprüngliche Verursacher
Die Hunde hatten einen riesen Spaß. Der Geruch hielt sich wirklich in Grenzen und die Beiden wälzten sich mit großer Freude in dem Mist… Warum nicht? Sie sind Hunde und zu Hause gab es dann eine Katzenwäsche und Schlafzimmerverbot
Wenn ich den Hunden so beim “Hundsein” zuschaue, krieg ich richtig gute Laune
Bewusstsein oder nicht, Spaß sieht man Hunden an und der reißt einfach mit ![]()
Da bei uns im Moment alles wieder etwas ruhiger angegangen wird und das Wetter in den letzten Tagen wirklich nicht zu stundenlangen Spaziergängen einlud, gab es viele schöne Minuten auf der heimischen Couch. Ab und an hatten wir dann auch tatsächlich mal die Kamera zur Hand ;)

Schlafmützen…
Sammy? Ich bin auch nur ein Mensch…
Sammy macht uns Sorgen. Er ist ein reines Nervenbündel und bellt viel im Haus. Vorhin hat er geheult wie ein Welpe, als ich mit Mira alleine raus gegangen bin. Seine Leinenaggression ist im Moment wieder schlimmer und meine Nerven liegen blank. Warum soll ich nicht ehrlich sein?
Diese Woche bin ich mit Sammy alleine spazieren gegangen und er hat minutenlang völlig weggetreten Pflanztöpfchen hinter einem Zaun angebellt. Ich musste mit ihm hingehen, wie früher, und die Ungefährlichkeit unter Beweis stellen. Solche Reaktionen hatten wir schon ewig nicht mehr. Gestern zuckte er plötzlich zusammen, als Patrick ihn unverhofft berührte…
Er ist insgesamt sehr schreckhaft und unsicher…
Er bekommt nun wieder die “Tryptophan-Diät”… Ich hatte seinen Kohlenhydratanteil in der Nahrung auf “normal” gesetzt und bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee war. Nun bekommt Sammy wieder weniger Proteine und dafür mehr Kohlenhydrate, um die Serotoninbildung im Gehirn voranzutreiben. Ich muss gestehen, dass ich vorher nicht sicher war, ob die Futterumstellung bei Sammy Verbesserungen gezeigt hat, weil man zeitgleich trainiert hat und die Fortschritte ja nicht klar zugeteilt werden konnten. Nachdem ich sein Verhalten jetzt jedoch beurteilen kann, sehe ich schon gewisse Zusammenhänge. Natürlich kommen noch viele andere Aspekte dazu.
So langam spielt sich das Zusammenleben zwischen Sammy und Mira vollends ein. Sie hängen wirklich sehr aneinander und Sammy orientiert sich auch immer mehr an Mira. Das ist natürlich etwas, was wir nicht wollen. Wir wollen nicht, dass Sammy Miras Unsicherheiten annimmt und sich von ihrer Angst “anstecken” lässt. Ich vermute aber, dass die Gesamtsituation es einfach begünstigt, dass Sammy sich an Mira orientiert. Ich muss hier allerdings ganz dringend handeln, weil ich mir nicht ausmalen mag, wie Sammy sich verhält, wenn Mira eines Tages von uns geht… Ich gehe nun also mit beiden getrennt spazieren. Zum einen, damit ich mich auf jeweils einen voll und ganz konzentrieren kann und zum anderen, damit Sammy weiterhin auch ohne Mira alleine bleibt!
Die letzten Monate war ich zu zuversichtlich… Ich habe viele Dinge ausprobiert (Fahrrad fahren, Longieren, Frisbee, Stadtspaziergänge…), Sammy wie einen “normalen Hund” behandelt und in dem Glauben gelebt das Richtige zu tun. Natürlich habe ich Sammy mehr “Action” verschaffen wollen, weil Mira viel Ruhe in unsere Familie gebracht hat und ich nicht wollte, dass Sammy zurückgestellt wird. Offensichtlich habe ich dabei ein paar Schritte zuviel gemacht. Ich bin schon ewig nicht mehr ausgewichen, wenn uns Hunde entgegen kamen und habe Sammy stets durch die Situationen “gezogen”, weil ich dachte, dass wir das einfach hinkriegen. Klar, dass Sammy sich wieder vehementer “wehrt”, weil ich seine “Signale” einfach missachtet habe… So sind wir Menschen wohl, anstatt aufzuhören und den Triumph zu genießen, wollen wir immer mehr und mehr und scheitern dann kläglich.
Letztlich übe ich auf mich selbst einen hohen Druck aus. Dem Druck, dass die Hunde eines Hundetrainers “perfekt” sein müssen, mag ich mich jedoch nicht länger unterwerfen. Im Umgang mit unseren Hunden bin ich ebenso emotional und subjektiv, wie meine Kunden mit ihren Hunden und auch für mich gibt es kein “Schema-F”. Letztlich geben meine Fehler mir das Verständnis für Hundebesitzer und zeitgleich arbeite ich mit meinen Lösungen auch Lösungen für meine Kunden aus. Ich musste gestern an den Sohn eines ehemaligen Lehrers denken. Ständig blau gemacht, von der Schule geflogen und im Betragen eine glatte 5
Sagt man nicht auch, dass die Kinder von Lehrern und Erziehern die Schlimmsten sind?
Manchmal glaube ich einfach, dass man sich viel zu sehr mit etwas beschäftigt, wenn man “vom Fach” ist. Ich merke das, wenn Patrick ein Computerproblem lösen will. Er tüftelt dann die wildesten Lösungswege aus und versucht das Problem zu finden, während ich den Rechner einmal runterfahre und es wieder läuft.
Versteht ihr was ich meine? Es ist vielleicht sogar viel schwieriger, wenn man “Ahnung” von etwas hat…
Sammy wird nun die nächsten Wochen wieder runter gefahren. Wenig Aufregung, Stressabbau und ich besinne mich wieder mehr auf das, was ich ursprünglich wollte: Einen ausgeglichenen, glücklichen Hund und keinen funktionierenden Perfektionisten!
Schnappschüsse!
Mal wieder einfach ein paar Bilder… Ich komme im Moment nicht dazu längere Berichte zu schreiben, aber es geht uns allen gut, wie man auf den Fotos ganz gut erkennen kann ![]()

Wir kommen ja schon… Da roch es echt super!
Zum ko?$%#+!
Nicht jeder sollte mit Tieren umgehen dürfen!
Nicht auszudenken. Man gibt sein Tier in vermeintlich fürsorgliche Hände und bekommt einen völlig verstörten Hund zurück. Trotz “Teletakt-Verbot” gibt es immernoch viel zu viele Menschen, die glauben mit dem Knöpfchen zum Hundeflüsterer zu werden. Hierbei werden Seelen gebrochen und Hunde misshandelt, aber hauptsache er bellt nicht mehr ![]()
Das Alter…
Langsam beginne ich Miras Alter wahrzunehmen. Im Moment schmerzt ihr Knie offensichtlich wieder schlimmer. Man merkt bei ihr sofort an der erhöhten Geräuschempfindlichkeit, dass irgendetwas nicht stimmt. Sobald sie bei uns hinten auf der Wiese ist, ist sie entspannt (auch bei lauteren Geräuschen). Geht man mit ihr die Straße entlang und es scheppert irgendwo - will sie umdrehen. Wir versuchen wieder ein gesundes Mittelmaß zu finden, wie wir es auch am Anfang getan haben. Nicht sofort fluchtartig nach Hause rennen, aber auch nicht zwanghaft in der Situation bleiben. Die Wiese hinten gibt ihr natürlich Sicherheit, weil sie mit ein paar Schritten wieder im Haus ist. Natürlich wirken sich Schmerzen auf das Gemüt aus und so wie Sammy dann eben “grantig” wird, wirkt es sich bei Mira negativ auf die Ängstlichkeit aus.
Ich bin mir nicht sicher, ob eventuell auch ein schlechteres Sehen für die Geräuschempfindlichkeit verantwortlich sein kann. Wenn man schlechter sieht, muss man sich auf die Ohren verlassen und diese werden dann doppelt gespitzt. Man kann ihren Augen eine deutliche Trübung ansehen. Oft schaut sie auch nach oben und erschreckt sich, als würde sie gewisse Dinge nur als Schatten sehen. Das ist aber alles nur Spekulation und wird sich in den nächsten Wochen weiterhin zeigen…
Mira schläft sehr viel und sucht wieder mehr unsere Nähe. Sie liegt oft völlig entspannt auf der Couch und guckt einen mit diesem besonderen Blick an. In diesem Momenten bin ich mir immer sicher, dass sie bei uns angekommen ist.
Spazieren gehen findet sie zwar immernoch toll, aber es muss nicht mehr so lange sein. Sie läuft sehr langsam und oft bringe ich sie nach halber Strecke wieder zurück und tiger nochmal mit dem Großen los, während sie es sich auf dem Bett gemütlich macht und auf uns wartet.
Diesen Monat stehen die Impfungen an. Ich bin wirklich am überlegen, ob wir Mira impfen lassen sollen. Die Kombi-Impfungen sind schon eine große Belastung für den Organismus (nicht nur bei älteren Hunden)… ![]()
Könntest du sprechen…
Manchmal würde ich mir wünschen, dass Sammy mich in menschlicher Sprache anbrüllt, wenn mein Homo sapiens-Schädel mal wieder mit Wartungsarbeiten beschäftigt ist.
Wir sind gestern noch zu einem kleinen Bach gefahren. Sammy und Mira im Schlepptau und völlig entspannt sind wir von einem ruhigen Parkplatz aus zu dem Bach gelaufen. Auf dem Weg trafen wir eine Hündin, die Sammy völlig aus der Ruhe bringt. Wir treffen sie eigentlich regelmäßig, aber näher als 5 Meter kann er sie einfach nicht haben
Der Weg war jedoch sehr eng und diese Individualdistanz war einfach nicht einzuhalten. Pech für Sammy, ärgerlich für mich, aber ich fand mich einfach damit ab, dass ich gleich einen hysterisch kläffenden Sammy an der Leine habe, der dieser Hunde-Dame auf völlig unpassender Weise mitteilt, dass sie sich schnellstens wieder entfernen soll. Natürlich versuchte ich trotzdem unser “Begegnungsritual” durchzuziehen, aber es kam, wie es kommen musste … Er war wieder ansprechbar, sobald die 5 Meter eingehalten wurden. Ich erinnere mich in solchen Momenten immer daran, dass wir mal bei einer Individualdistanz von 50 Metern waren und ich nach solch einer Begegnung umdrehen konnte, weil Sammy alles ankläffte, was sich bewegte
Außerdem hielt so ein “Anfall” durchaus 5 Minuten an.
Nun gut - Situation vorbei - Hund und Mensch wieder beruhigt und Weg fortgesetzt. Am Bach angekommen haben wir Sammy laufen lassen, damit er wie gewohnt seinen Run durch den Bach starten kann. Diesen Beitrag weiterlesen »
Traurig…
Ich war heute etwas geknickt, weil es schon traurig ist, dass wir Mira nicht überall mitnehmen können. Wir hatten für die Hunde einen Fahrradanhänger gekauft, um auch auf längeren Touren nicht auf einen vierbeinigen Begleiter verzichten zu müssen. Sammy hat sich nach ein paar Mal üben richtig wohl gefühlt in “seiner” Kiste. Mira hingegen tut sich natürlich noch etwas schwerer. Schieben (man kann den Anhänger auch zum Jogger umbauen) ist mittlerweile erträglich, aber an fahren ist noch nicht zu denken, über holprige Wege gondeln schon gar nicht. Es wäre natürlich schön, wenn wir bei kleineren Runden Sammy am Rad laufen lassen könnten und Mira eben hinten mitfährt und an besonders schönen Stellen oder bei Pausen raus kann. Wir üben weiter und hoffen, dass Mira irgendwann das “Immer dabei sein” genießen kann.
Heute Morgen hatte Mira kleine Problemchen. Sie röchelte etwas (leichter Husten). Ansonsten war sie fit und machte keine Anstalten sich auszuruhen. Im Laufe des Tages ist es besser geworden und jetzt liegt sie ganz ruhig hinter mir und schläft. Vielleicht eine Reizung im Hals oder ähnliches. Nichts, weswegen ich mir Sorgen mache!
Mit Sammy haben wir heute die erste richtige “Tour” gemacht. Erstmal nur 1 1/2 Stunden. Der Anhänger ist für mich eine große Erleichterung, weil ich Sammy an Straßen “reinstecken” kann. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht sicher genug fühle, um Sammy auch an der Straße neben dem Fahrrad laufen zu lassen. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie es ist mit einem Hund am Fahrrad zu fahren, der (blumig gesagt) leicht aus der Ruhe zu bringen ist :) Ein gewisses Risiko, dass plötzlich etwas Unerwartetes auftaucht, fährt da immer mit und im Straßenverkehr brauche ich keinen Hund, der in alle Richtungen springt und mich damit aus dem Gleichgewicht bringt. Dafür, dass Sammy heute das erste Mal mit war, hat er es wirklich super gemacht. Wir hatten das Laufen am Fahrrad ja schon mehrmals geübt, aber auf der Straße vor dem Haus besteht nur wenig Ablenkung. Auf unserer Mini-Tour haben wir dann verschiedene Ablenkungen angetroffen: Karnickel, tausend Gerüche, (noch weit entfernte) Artgenossen, usw.. Er hat es super gemacht. Auf Feldwegen lief er dann ganz frei und konnte seine Geschwindigkeit selbst bestimmen und schnüffeln. Es ist schön zu sehen, dass Sammy immer belastbarer wird, was Aufregung und Action angeht. Er kommt schnell wieder zur Ruhe und dreht nicht mehr so extrem hoch. Er wird wohl nie ein Hund, der völlig gelassen in neue und aufregende Situationen geht, aber ich freue mich über jeden Fortschritt, den wir gemeinsam machen. Vor noch einem Jahr wäre an soetwas wie Fahrrad fahren überhaupt nicht zu denken gewesen! Zum Abschluss hat Sammy uns dann noch riesig verblüfft. Wir hatten an einem See angehalten, damit Sammy sich eine kleine Abkühlung holen kann. Auf dem “Hang” habe ich dann Sammys Kurzführer verloren, den ich zusammen mit der Leine in der Hand hielt. Wieder oben angekommen bemerkte ich den Schlamassel. Patrick tigerte los - ähm… wofür übe ich eigentlich ständig mit dem Hund verlorene Dinge zu suchen? Ich gab Sammy das Signal und er sprintete los… Keine zwei Minuten später schnüffelte Sammy auffällig lange an einer bestimmten Stelle - Gefunden! Wow!
Tja, für irgendwas sind die Dönekes, die man mit den Hunden macht, doch zu gebrauchen
Normalerweise apportiert er die Gegenstände, aber diesmal wusste er ja gar nicht genau, was er da sucht und es hat mir völlig ausgereicht, dass er es durch Schnüffeln angezeigt hat ![]()
