Archiv für die Kategorie „In eigener Sache“
Sammy? Ich bin auch nur ein Mensch…
Sammy macht uns Sorgen. Er ist ein reines Nervenbündel und bellt viel im Haus. Vorhin hat er geheult wie ein Welpe, als ich mit Mira alleine raus gegangen bin. Seine Leinenaggression ist im Moment wieder schlimmer und meine Nerven liegen blank. Warum soll ich nicht ehrlich sein?
Diese Woche bin ich mit Sammy alleine spazieren gegangen und er hat minutenlang völlig weggetreten Pflanztöpfchen hinter einem Zaun angebellt. Ich musste mit ihm hingehen, wie früher, und die Ungefährlichkeit unter Beweis stellen. Solche Reaktionen hatten wir schon ewig nicht mehr. Gestern zuckte er plötzlich zusammen, als Patrick ihn unverhofft berührte…
Er ist insgesamt sehr schreckhaft und unsicher…
Er bekommt nun wieder die “Tryptophan-Diät”… Ich hatte seinen Kohlenhydratanteil in der Nahrung auf “normal” gesetzt und bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee war. Nun bekommt Sammy wieder weniger Proteine und dafür mehr Kohlenhydrate, um die Serotoninbildung im Gehirn voranzutreiben. Ich muss gestehen, dass ich vorher nicht sicher war, ob die Futterumstellung bei Sammy Verbesserungen gezeigt hat, weil man zeitgleich trainiert hat und die Fortschritte ja nicht klar zugeteilt werden konnten. Nachdem ich sein Verhalten jetzt jedoch beurteilen kann, sehe ich schon gewisse Zusammenhänge. Natürlich kommen noch viele andere Aspekte dazu.
So langam spielt sich das Zusammenleben zwischen Sammy und Mira vollends ein. Sie hängen wirklich sehr aneinander und Sammy orientiert sich auch immer mehr an Mira. Das ist natürlich etwas, was wir nicht wollen. Wir wollen nicht, dass Sammy Miras Unsicherheiten annimmt und sich von ihrer Angst “anstecken” lässt. Ich vermute aber, dass die Gesamtsituation es einfach begünstigt, dass Sammy sich an Mira orientiert. Ich muss hier allerdings ganz dringend handeln, weil ich mir nicht ausmalen mag, wie Sammy sich verhält, wenn Mira eines Tages von uns geht… Ich gehe nun also mit beiden getrennt spazieren. Zum einen, damit ich mich auf jeweils einen voll und ganz konzentrieren kann und zum anderen, damit Sammy weiterhin auch ohne Mira alleine bleibt!
Die letzten Monate war ich zu zuversichtlich… Ich habe viele Dinge ausprobiert (Fahrrad fahren, Longieren, Frisbee, Stadtspaziergänge…), Sammy wie einen “normalen Hund” behandelt und in dem Glauben gelebt das Richtige zu tun. Natürlich habe ich Sammy mehr “Action” verschaffen wollen, weil Mira viel Ruhe in unsere Familie gebracht hat und ich nicht wollte, dass Sammy zurückgestellt wird. Offensichtlich habe ich dabei ein paar Schritte zuviel gemacht. Ich bin schon ewig nicht mehr ausgewichen, wenn uns Hunde entgegen kamen und habe Sammy stets durch die Situationen “gezogen”, weil ich dachte, dass wir das einfach hinkriegen. Klar, dass Sammy sich wieder vehementer “wehrt”, weil ich seine “Signale” einfach missachtet habe… So sind wir Menschen wohl, anstatt aufzuhören und den Triumph zu genießen, wollen wir immer mehr und mehr und scheitern dann kläglich.
Letztlich übe ich auf mich selbst einen hohen Druck aus. Dem Druck, dass die Hunde eines Hundetrainers “perfekt” sein müssen, mag ich mich jedoch nicht länger unterwerfen. Im Umgang mit unseren Hunden bin ich ebenso emotional und subjektiv, wie meine Kunden mit ihren Hunden und auch für mich gibt es kein “Schema-F”. Letztlich geben meine Fehler mir das Verständnis für Hundebesitzer und zeitgleich arbeite ich mit meinen Lösungen auch Lösungen für meine Kunden aus. Ich musste gestern an den Sohn eines ehemaligen Lehrers denken. Ständig blau gemacht, von der Schule geflogen und im Betragen eine glatte 5
Sagt man nicht auch, dass die Kinder von Lehrern und Erziehern die Schlimmsten sind?
Manchmal glaube ich einfach, dass man sich viel zu sehr mit etwas beschäftigt, wenn man “vom Fach” ist. Ich merke das, wenn Patrick ein Computerproblem lösen will. Er tüftelt dann die wildesten Lösungswege aus und versucht das Problem zu finden, während ich den Rechner einmal runterfahre und es wieder läuft.
Versteht ihr was ich meine? Es ist vielleicht sogar viel schwieriger, wenn man “Ahnung” von etwas hat…
Sammy wird nun die nächsten Wochen wieder runter gefahren. Wenig Aufregung, Stressabbau und ich besinne mich wieder mehr auf das, was ich ursprünglich wollte: Einen ausgeglichenen, glücklichen Hund und keinen funktionierenden Perfektionisten!
Sommerschnitt
Sammy ist endlich erlöst von seiner Wolle. Ich finde es sehr sehr ungewohnt und bin mir nicht sicher, ob ich es schön finde. ER fühlt sich auf jeden Fall sauwohl (springt und hüpft wieder durch die Gegend) und hechelt nicht mehr so viel in der Wohnung. Letzte Woche dachte ich echt, er kippt uns um. Sammy war ja das erste Mal in seinem Leben bei einem Hundefriseur und er hat es wunderbar gemacht. Ich war mächtig stolz…
Mira habe ich in aufwendiger Heimarbeit zurückgeschnitten und mit der Effilierschere etwas ausgedünnt. Scheren kommt für die Maus nicht in Frage. Wir hatten erst drüber nachgedacht, aber nach Rücksprache mit Freunden doch lieber davon Abstand genommen. Wenn es nass oder doch wieder etwas kälter wird, vertraue ich ihrem Immunsystem und ihren Gelenken nicht. Außerdem hat sie viel dünneres Fell als Sammy und wirft ihre Unterwolle wunderbar ab.
Wollt ihr wissen, wie Sammy jetzt aussieht?
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Aufgepasst!
Was gehört hier nicht rein?

Tja, mein Göttergatte sah das offensichtlich anders…
Ich habe schon viel in der Wäsche gefunden: (natürlich leere) Kotbeutel, Geld, Feuerzeuge, Taschentücher, Kassenbons, Süßigkeiten… Aber eine leere Milchtüte stellt all diese Funde in den Schatten! Natüüüürlich war der Mann schlaftrunken und kann sich nicht erinnern, wie die Verpackung in der Wäschebox gelandet sein kann.
Wie gut, dass ich keine Milch trinke und somit als “Täter” ausscheide
Herrlich!
Wer bist du denn?
Gestern bei der letzten Runde hat Mira eine Entdeckung gemacht. Sie hat einen Igel gefunden. Was sie damit anfangen sollte, wusste sie aber nicht
Sie stand schnuppernd vor dem Stacheltier und guckte uns ganz entgeistert an, als wir ihr sagten, dass wir weiter gehen. Sammy liebt Igel und als er den Geruch in die Nase bekam, wollte er ebenfalls mal an dem kleinen Gesellen schnuppern. Ich wollte jedoch nicht, dass der Igel uns kleine Geschenke mitgibt und ein paar seiner blutsaugenden Mitbewohner “weitergibt”. Also weiter! ![]()
Seit Wochen mache ich mir Gedanken um die Katze unserer Nachbarn gegenüber. Sie ist noch sehr jung und steht oft unvermittelt an der Hausecke. Wenn wir im die Ecke kommen ist Sammy noch total aufgeregt und da geht es schon eher mal seinem “Impuls” nach
Sammy geht nur noch mit Leine auf die Wiese und erst, wenn die “Luft rein” und er ein wenig entspannter ist, leine ich ihn ab. Er hat sich zwar schon öfter von der Katze abrufen lassen, aber ich mag hier keinen Stress mit den Samtpfotenbesitzern provozieren, weil wir doch sehr häufig auf der Wiese hinten sind. Nun dürft ihr raten, wer heute morgen die Katze gejagt hat?!
MIRA! Sie ist gnädigerweise nur ein paar Meter hinter ihr her und als die Katze im Gebüsch verschwand, schien Mira der Aufwand zu hoch. Wunderbar, da konzentriert man sich so auf den jungen Wilden und erwägt nichtmal, dass auch Madame noch Interesse am Katzen verscheuchen haben könnte. Je oller, je doller!
Sie kennt kein “Kehr um”, weil ich bisher nicht dachte, dass ich es bräuchte und sie nur mit Sammy zusammen abgezischt ist. Natürlich (!?) kam sie mit ihm dann auch zurück. Richtig aufgebaut habe ich das Kommando mit ihr aber noch nicht … Bisher! Diesen Beitrag weiterlesen »
Grüße aus dem Krankenlager
Jetzt hat es mich auch erwischt. Gestern noch dachte ich, dass ich den Bazillen meines Mannes erfolgreich den Kampf angesagt hätte. Heute morgen war dann klar: Ich habe verloren!
Sammy schwächelt ebenfalls ein wenig und wir haben uns heute alle gemeinsam zum DVD-Tag im Bett getroffen… Mira ist die Einzige, die total fit ist, aber sie zeigt sich solidarisch mit uns “Schnarchnasen”.
Letzte Woche haben wir eine neue Couch gekauft. Leider müssen wir jetzt 8-10 Wochen auf die Lieferung warten. Sie ist gaaaaaaanz breit und hat gaaaaaanz viel Platz für uns alle ![]()
So sieht sie aus! (nur ohne Sessel ein wenig kürzer)
Grrr² - in dubio pro reo?
Durch Sammy habe ich leider gelernt meine Umgebung zu “scannen”. Ich achte einfach auf viele Dinge und nehme Bewegungen schnell wahr. So auch die Bewegung von Gardinen
Und ich sehe auch Menschen, die sich hinter Gardinen verstecken, um unsere Hunde zu beobachten!
Also im Moment stehe ich wirklich kurz vor “asozial”… heißt: Ich bin im Begriff mein “ich bin gar nicht da-Verhalten” in “Leck mir die Füße-Verhalten” zu ändern. Ich habe mich mit Sammy mitten auf die Wiese und direkt vor das Fenster gestellt, habe Sammy Sitz machen lassen und dann haben wir beide gewunken!
Schwupp! Weg war er… Ich wedel bald den ganzen Spaziergang über mit den Kotbeuteln, tacker mir die Tüten an die Jeans oder lass mir ein T-Shirt machen: “An mir können Sie Ihre Wut nicht auslassen, ich mach “unseren Dreck” weg!”
Warum mir das plötzlich so auffällt? Es ist Frühling! Die Leute haben ihre Fenster und Balkone geöffnet. Da kriegt man halt mehr mit, als im Winter, wenn man mit der Heizdecke auf der Couch sitzt. Tschuldigung für dieses blöde Vorurteil, aber ich mag nicht mehr freundlich lächelnd erklären, dass wir keine “rücksichtslosen Hundebesitzer” sind. Ich kann die Leute ja verstehen. Ich finde es auch nicht prickelnd, dass wir ständig Hundehaufen auf der Wiese vor dem Haus liegen haben, ABER deswegen kann man doch nicht alle über einen Kamm scheren! Im Übrigen habe ich keine Zeit mich hinter die Gardine zu stellen und Menschen zu beobachten. Ich schreibe es mir auf, vielleicht kommt es für mich später als Hobby in Betracht.
Können diese Menschen sich nicht vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man beobachtet wird oder ständig darauf hingewiesen wird, dass diese Wiese kein Hundeklo ist? Sach an! Ich dachte, das wäre die Hundewiese für 1,99 pro qm aus dem Aldi! ![]()
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Ich habe Verständnis für diese “Spitzel-Menschen”, also möchte ich auch deren Verständnis als “unschuldiger Hundebesitzer”. Und jetzt soll mir keiner sagen, dass die gucken, weil unsere Hunde so hübsch sind! ![]()
Ihr merkt, ich bin in bester Laune! Und wisst ihr, was das Schönste ist? Die Hunde scheren sich einen feuchten Kehricht darum, ob die Leute gucken. Ich stelle immer wieder fest, dass ich noch viel von unseren Hunden lernen kann und sollte!
Wütend bis enttäuscht!
Ich habe immer wieder Erlebnisse im Leben, da verliere ich den Glauben an die Menschheit. Wir wohnen hier sehr grün. Um uns herum sind Pferdehöfe, ein Schweinebauer, zig Felder und Wälder. Als wir vor drei Jahren hier hingezogen sind, dachten wir, dass man hier wenig Probleme mit der Hundehaltung haben wird. Die letzten drei Jahre haben uns eines Besseren belehrt ![]()
Unsere direkten Nachbarn reagieren sehr nett auf die Hunde. Sie sehen, dass wir unseren “Dreck” wegmachen und unsere Hunde nicht aus den Augen lassen. In den Siedlungen um uns herum wohnen viele alte Leute und Menschen, die sich ihr Eigenheim monatlich vom Munde absparen. Dementsprechend heilig, ist ihnen ihr Grundbesitz. Das bloße Betreten der Wiese vor dem Haus stellt eine “Straftat” dar. Der Hund hat die Wiese erst mit einer Pfote betreten, da gehen die Fenster auf und eine grimmige Gestalt schreit heraus: Lassen Sie den Köter ja nicht da hin scheißen!” Als Hundebesitzer wird man hier unter Generalverdacht gestellt. Wir haben immer unsere Tüten bei und sammeln den Kot unserer Hunde ein. Wir wechseln die Straßenseite, wenn uns Menschen entgegen kommen. Wir laufen riesige Bögen um Menschen, die offensichtlich Unbehagen empfinden, wenn sie Hunde sehen. Davon abgesehen, schnüffeln unsere Hunde einfach gerne und Wiese ist einfach spannender als Asphalt.
Nun haben wir mit Mira einen Hund, den man nicht überall Gassi führen kann. Mira braucht eine Umgebung, die ruhig ist. Das 5 Minuten entfernte Feld ist nahezu perfekt. Sie kann dort frei laufen, fühlt sich wohl und trifft ab und an auf Mensch und Hund. Außerdem stellt der Weg dorthin für sie keine zu große “Belastung” dar. Leider werden wir uns nach einer Alternative umsehen müssen. Auto fahren ist für Mira immernoch schwierig. Solange jemand bei ihr sitzt, hält sie kürzere Strecken gut aus. Nun bin ich vormittags alleine unterwegs und kann mich beim Fahren nicht auf Mira konzentrieren… Es gibt mehrere Gebiete, wo die Hunde auch wirklich frei laufen dürfen. Diese sind natürlich auch gut besucht und für Mira einfach “zu viel”. Ich zermater mir also den Kopf, wie ich die Mittags-Runde demnächst gestalte. Warum gehen wir nicht einfach weiter in das nahegelegene Feld?
Gestern nachmittag sind Patrick und ich mit den Hunden zum Feld gelaufen. Das Feld grenzt direkt an eine Wohnhaus-Reihe. Wir laufen also quasi an den Gartenzäunen vorbei. Der Weg gehört wohl noch zu dem Eigentum der Leute, ist jedoch ein bisschen breiter. Man kann also zwischen Weg und Feld laufen. Schon seit mehreren Wochen habe ich mir derbe Beschimpfungen anhören müssen, weil ich mit den Hunden nicht einfach quer durch das Feld laufe, sondern den “Weg” benutze. Oben liegt ein großes Feld brach, sodass man hier keine Ernte beschädigt oder den Bauer verärgert. Es geht also um “den Weg zu diesem brachliegenden Feld”. Eine Frau, die vorher selber einen Hund hatte und diesen aber weggegeben hat, sprach meinen Mann an: “Darf ich Sie mal ansprechen?” Mein Mann blieb stehen und wartete auf die nächste Frage… “Wir haben hier eine Rattenplage und werden nächste Woche hier überall Rattengift auslegen. Ich wollte Ihnen nur Bescheid sagen, weil sie ja mit den Hunden hier her laufen und dann ist das ja nicht so schön!” Ich drehte mich um und sagte: “Machen Sie ruhig, unsere Hunde sind hier immer angeleint und wir haben ein Auge drauf!” Man sah ihr die Entrüstung an. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass wir Ihre “Drohung” nicht ernst nehmen und man sah es in ihrem Kopf rattern: “Ja, aber wir streuen das hier über den ganzen Weg bis zum Feld.” Ich wieder: “Ja, machen Sie ruhig.” Wir sind einfach weiter gegangen. Es war so eindeutig, dass sie einfach nur versucht hat, uns damit Angst einzujagen. Dennoch saß ich danach zu Hause und habe mir Gedanken gemacht. Es gab vor einigen Jahren schonmal Ärger mit den Anwohnern dort. Sie haben oben im Feld Köder ausgelegt und es sind Hunde daran gestorben. Manche Menschen sind einfach ![]()
Ein Telefonat mit unserem “Dogsitter” (, der ebenfalls dort wohnt) ergab, dass diese Frau ihn vorher schon angesprochen hat. Sie hatte wohl vor, ein Schild anzubringen. Da er damit aber nicht einverstanden war, geht sie wohl nun zur verbalen Warnung über. Tatsächlich Gift auslegen wolle sie natürlich nicht. Lediglich abgeschreckt werden sollen die Leute!
Nun muss ich sagen, dass ich ein Mensch bin, der Konfrontationen üblicherweise aus dem Weg geht, solange es Alternativen gibt. Außerdem möchte ich unsere Hunde nicht gefährden. Man weiß nicht, was den Leuten als Nächstes einfällt. Wo soll man mit Hunden noch hin? Auf die “süßen”, von der Stadt gestellten Auslaufflächen direkt neben Autobahnen (ohne Zaun) oder an Hauptverkehrsstraßen? Irgendwie hat keiner mehr Verständnis für den Anderen. Ich, ich ich… Mütter regen sich auf, dass ihre Kinder nirgends geduldet werden. Hundebesitzer beklagen sich über hundehassende Menschen, Randgruppen beklagen Intoleranz….
Ich weiß, dass man sich nicht aufregen sollte über “diese Menschen”. Dennoch enttäuscht es mich, dass es sie gibt und immer geben wird. ![]()
Ein Leben mit Hunden
Vor ein paar Tagen hatte ich eine „interessante Unterredung“ mit einem Mitglied meiner Familie. Dieser Mensch kann einfach nicht nachvollziehen, dass ich so vernarrt in Hunde bin. Ich verbringe fast jede freie Minute mit unseren Hunden und habe großen Spaß an meiner Arbeit mit „fremden Hunden“. Natürlich gibt es Tage, an denen ich von der Arbeit komme und wenig Lust auf lange Spaziergänge habe, aber wer kennt das nicht? Was macht das Leben mit Hunden für mich so Besonders?
Meine Liebe zu Hunden hat lustigerweise meine Familie selbst erwachsen lassen. Meine Oma, meine Tante und mein Opa hatten immer Hunde. Ich war als Kind also viel mit Hunden zusammen. Für meine Familie haben Hunde dennoch immer einen anderen Stellenwert gehabt, als sie es heute für mich haben.
Nun könnte man vermuten, dass ich mich auf eine andere Spezies konzentriere, weil ich mit meinen „Artgenossen“ nicht klar käme. Ich würde mich aber gleichermaßen als Menschen- und als Hundefreund bezeichnen :) Ich finde einfach den Dialog Mensch-Hund sehr faszinierend. Ich habe viele Menschen in meinem Leben kennen gelernt und es waren wirklich interessante Exemplare dabei. Die Kommunikation zwischen Menschen ist aber, durch die Fähigkeit zu sprechen, mit der Kommunikation zwischen Mensch und Hund nicht zu vergleichen. Ich habe 25 Jahre daran gearbeitet Menschen zu verstehen und nachdem ich einsehen musste, dass dieses Studium ein Leben lang dauern wird, widme ich mich nun auch dem Verstehen von Hunden. Ich belege quasi zwei Studienfächer und weil es mir einfach im Moment soviel Spaß macht, investiere ich mehr Zeit in mein „neues Studienfach“. Den Menschen aus meinem näheren Umfeld sei also gesagt, dass sie keine Angst haben müssen mich nur noch bellend zu erreichen ;) Diesen Beitrag weiterlesen »
