Archiv für Juni 2008

PostHeaderIcon Das Bewusstsein von Tieren (Buchtipp)

Marian Stamp Dawkins
Die Entdeckung des tierischen Bewusstseins
Verlag: Spektrum - Akademischer Verlag

Marian Stamp Dawkins hat 1993 „Die Entdeckung des tierischen Bewusstseins“ geschrieben und im Jahre 2008 glauben Menschen noch immer, dass Tiere auf Grund von fehlender menschlicher Sprache nicht fühlen und denken können. Das Buch ist also trotz des Alters, noch immer interessant.
Viele Bücher über Ethologie erschienen mir bisher voreingenommen (vor allem die Kynologie betreffend). Dieses Buch ist, für meinen Geschmack jedoch, sehr gelungen. Skeptisch durchleuchtet Dawkins alle Positionen und entkräftet oder bestätigt die jeweiligen „Meinungen bzw. Erkenntnisse“. Sie macht einfach klar, dass eine definitive Aussage über das Bewusstsein der Tiere nicht getroffen werden kann. Ich finde es jedoch traurig, dass Millionen Menschen auf diesem Planeten an göttliche Wesen glauben. Etwas, dass noch nie jemand wahrhaftig gesehen hat. Aber bei Tieren, die sie (teilweise) anfassen und sehen können, fehlt ihnen der Glaube… Ich kann nachvollziehen, dass Menschen das tierische Bewusstsein für nicht beweisbar, also nicht existent, betrachten. Andererseits ist seit Jahren bewiesen, dass Tiere Schmerz und Angst fühlen, sowie zu vielen anderen Gefühlen in der Lage sind. Und trotzdem, essen, quälen und belächeln sie sie. Sie sperren sie ein und behandeln sie wie Gegenstände. Wird da der Beweis, dass Tiere ein menschenÄHNLICHES Bewusstsein haben, etwas ändern? Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Was kostet dein Gewissen?

Bisher habe ich kein besonderes Können im Finden von Dingen bewiesen. Vor allem nicht bei Dingen, die nicht meinem Eigentum unterstehen. Einmal habe ich das Portemonnaie einer Schülerin gefunden, hierbei aber nicht wirklich darüber nachgedacht, das Gefundene nicht abzugeben. Mir ist durchaus bewusst, dass ich generell gesetzlich dazu verpflichtet bin, Gefundenes dem Besitzer zurückzugeben, aber in meinem Text soll es nicht um gesetzliche, sondern um moralische Pflichten gehen. Was kostet das Gewissen?

Mein Mann und ich fanden vor zwei Tagen eine schwarze Lederbörse mit mehreren Kreditkarten und 240,00 Euro Bargeld. Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass ich keinen Moment gezögert hätte. ;) 240,00 Euro sind eine Menge Geld. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Janine - Statistiken sprechen nicht…

Janine sitzt mit angezogenen Beinen in einer Ecke und verbirgt ihr Gesicht hinter ihren Knien. Ihre Haare hängen, wie die Äste einer Trauerweide schützend um ihren Kopf. Ihre Hände umfassen ihre Schienbeine und ich kann die erstickende Leere im Raum buchstäblich spüren.
Als sie meine Schritte hört, schaut sie kurz hoch, um dann wieder in ihrer Zusammengezogenheit zu verharren. Wortlos setze mich einfach neben sie und starre an die Decke. Manchmal sind Worte einfach fehl am Platze…
Nach ein paar Minuten bricht sie die Stille: „Er hat es einfach getan. Ich hatte keine Chance!“ Sie weint nicht und ihr Gesicht ist völlig regungslos. Ihr Blick ist leer und mir scheint, als würde sie ihre eigenen Worte nicht verstehen. Wieder sage ich nichts und schaue sie nur an.

„Er hat es einfach getan“, wiederholte sie. „Ich fühle mich so klein und kann keinen klaren Gedanken fassen“ Ich habe nicht das Gefühl, dass sie auf eine Antwort wartet und schweige weiterhin. Sie streckt ihre Beine durch und lehnt sich nun an die kahle weiße Wand. Ihr Blick schaut leer auf die gegenüberliegende Wand. Es wirkt, als wolle sie das grauenhaft fröhlich wirkende Blumenbild hypnotisieren, um es endlich von der Wand fallen zu lassen. Sie schaut mich an, während eine Träne sich langsam über ihre Wangen kämpft.
„Ich fühle mich, als würde mir niemand glauben und leer.“ Das erste Mal hauche ich etwas in den Raum: „Ich weiß!“ Unsere Blicke treffen sich und ich habe das Gefühl, dass sie lächelt. Sie tut es nicht, ihre Mundwinkel bewegen sich keinen Zentimeter, aber es fühlt sich so an.

Janine wird ihr Leben weiterleben. Sie wird versuchen mit ihren Gedanken und Gefühlen klar zu kommen. Sie wird kämpfen, jeden Tag.

Vielleicht setzen Sie sich einmal neben Janine und sie schreckt panisch hoch und wechselt den Platz, weil sie die Nähe eines fremden Menschen nicht ertragen kann.
Vielleicht laufen Sie einmal hinter Janine und wundern sich über ihr ständiges Umdrehen und ihre hektischen Blicke.
Vielleicht rennt sie sogar davon, wenn sie Sie hinter sich erblickt.
Vielleicht wird Janine versuchen ihre unsichtbaren Narben sichtbar zu machen und Ihren Spott ernten.
Vielleicht sind Sie Janines Vorgesetzter und wundern sich über ihre Unzuverlässigkeit.
Vielleicht wird Janine Ihnen mal ihre Geschichte erzählen und Sie werden sie verurteilen für ihre Offenheit.
Vielleicht sind auch Sie der Meinung, dass Schweigen dieser Gesellschaft hilft.

Eines ist sicher: Janine wird nie wieder der Mensch sein, der sie vor diesem Tag war, aber ihr Weg könnte mit weniger Steinen versehen sein, wenn Menschen offen und verständnisvoll mit ihr umgehen.

In einer Welt voller Rücksichtslosigkeit, wo sich jeder nur für seine Belange interessiert, müssen Opfer mit großem Unverständnis kämpfen. Noch immer glauben Menschen, dass sie geimpft sind gegen Missbrauch und Vergewaltigung. Die durch Medien verbreiteten Bilder eines „Opfers“ irritieren und entsprechen oft nicht der Realität. Trotz Öffentlichkeitsarbeit ist dieses Thema immer noch mit vielen Vorurteilen und Missverständnissen behaftet.
Dieses Thema geht alle an! Warten Sie nicht, bis Sie persönlich davon betroffen sind.
Gehören Sie zu den Menschen, die mitdenken!

PostHeaderIcon Der nahezu göttliche Rassehundbesitzer…

Dass Hundebesitzer hin und wieder, gelinde gesagt, einen „an der Waffel haben“, war mir bereits bewusst. Dass einige Menschen Hunde aus Prestigegründen halten, ebenfalls. Ich habe aber noch nie einen Text gelesen, der darauf auch noch explizit und voller Überzeugung hinweist. Auf der Suche nach einer Statistik bezüglich der Welpengeburten in den letzten Jahren, landete ich auf der Internetpräsenz des VDH. (Verband für das deutsche Hundewesen) Natürlich propagieren diese Damen und Herren für die reinrassigen Fellnasen, aber dieser Artikel hinterließ bei mir einen faden Nachgeschmack.

Ausschnitt:

… Sind Rassehundehalter die Elite unter den Hundefreunden? Die Studie zeigt, dass der Schwerpunkt der Rassehundehaltung in Deutschland in den gesellschaftlichen Leitmilieus liegt. Die Affinitäten in der sozialen Unterschicht sind gering. Insbesondere in den Sinus-Milieus der „Etablierten“ und „Postmateriellen“ gibt es überdurchschnittlich viele Rassehunde – ein Ergebnis, das nahe legt, dass Rassehunden in unserer Gesellschaft ein gewisser Statuswert zukommt. Darüber hinaus scheint der Besitz von Rassehunden aber vor allem Ausdruck eines aktiven, sozial und kulturell engagierten Lebensstils zu sein. Charakteristisch für die „Rassehunde-Milieus“ sind hohes Qualitätsbewusstsein, die Lust auf das Authentische, Kennerschaft und Stilgefühl, intensive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und nicht zuletzt eine umwelt- und gesundheitsbewusste Lebensführung. Entsprechend repräsentiert das soziodemografische Profil der Rassehundehalter häufig eine gehobene soziale Lage: leitende berufliche Positionen sind überrepräsentiert, ebenso wie gehobene Einkommensklassen. Nicht selten ist Geldoder Immobilienvermögen vorhanden. Rassehundehalter bevorzugen produktive Freizeitbeschäftigungen (z.B. Heimwerken, am Computer arbeiten), sind kulturell interessiert (z. B. an klassischer Musik, Konzert und Theater), und sie sind körperlich aktiv (arbeiten z. B. im Garten, oder treiben Sport). Als Konsumenten zeigen Rassehundehalter überdurchschnittliches Interesse für Technik (von Auto bis IT), für Haus und Garten, für Kleidung und Kosmetik, für Finanzprodukte und für alles, was mit der Gesundheit zu tun hat. Ihre Mediennutzungsvorlieben (bevorzugte Zeitschriften und TVFormate) spiegeln ein breites Interessenspektrum: von Wohnen und Leben, über Natur und Umwelt, Wirtschaft, Mobilität, Familie und Kinder, bis hin zum Sport.

Den gesamten Artikel findet sich hier

Nie zuvor war ich so stolz einen Mischling, in der Farbe schwarz, aus dem Tierschutz zu besitzen.

PostHeaderIcon Immer wieder schön!

Dieser Film ist schon älter, aber ich finde ihn einfach immer wieder nett anzusehen.
Together against racism!

Der Schwarzfahrer

PostHeaderIcon Interview mit meiner Seele

Kennst du das Gefühl von Ruhe?

Ruhe? Es gibt immer etwas, das mich in Bewegung hält. Immer wieder muss ich Acht geben, dass ich nicht geraubt werde. Die Zeiten sind hart geworden für Seelen. Viele verzichten ganz auf uns. Wir Seelen haben irgendwie keine Lobby. Ich habe auch bereits viele Risse, aber sie verheilen und ich kämpfe weiter.

Bist du der Meinung, dass es Menschen gibt, die keine Seelen haben?

Naja, viele Menschen scheinen tatsächlich leere Hüllen zu sein. Ich meine unser Name ist sehr beliebt. Philosophen haben lange über uns nachgedacht und viele Schriften dazu verfasst. Psychologen reden sehr gerne über uns und selbst die Religion wirbt mit uns. Jeder kennt uns, aber wenige interessieren sich Zeit ihres Lebens für uns.

Du sprichst von leeren Hüllen. Damit meinst du den Körper? Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Das Tier Mensch…

Kommentar zum Beitrag von Fenrir

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Grenze zwischen „artgerecht“ und „menschenfreundlich“ sehr dünn ist. Wir gehören selbst in die Riege der Hundebesitzer und ich denke, dass wir unseren domestizierten Caniden durchaus „artgerecht“ halten. Täglich lange abwechslungsreiche Spaziergänge, BARF, Kontakt zu Menschen und Artgenossen und eine egalitär-demokratische Erziehung. Sicherlich ist auch bei Haushunden die Diskussion “artgerecht” immer wieder präsent. Wohlbemerkt ist der Haushund über mehrere Jahrhunderte zu einem domestizierten Tier geworden. Diese Absicht hat man bei der Haltung von Wildtieren hoffentlich nicht.

In der Diskussion mit Fenrir leuchtete immer wieder das Wort „Artenschutz“ auf. Wir halten also Löwen, Eisbären und Co., weil diese Tiere sonst in naher Zukunft aussterben würden? Ist das tatsächlich der einzige, uneigennützige, geradezu wohltätige Zweck der zoologischen Gärten? Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Freiheit…

Especially, when it’s easier to do nothing!!

Gesehen bei: Rette sich, wer kann

Herzlich Willkommen!
Alles rund um unsere Vierbeiner Mira & Sammy. Viel Spaß beim Stöbern!

Mira und Sammy

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